ÜBER MICH:
Ihr möchtet sicher wissen, wer in diesem Literaturgarten arbeitet und ich versuche ein wenig über mich zu schreiben. Bücher haben mich von kleinauf fasziniert und auch heute gehören sie immer noch zu meinen täglichen Begleitern. Inzwischen bin ich dreiundsechzig (63 ) Jahre alt und ich liebe es über das Lesen mit anderen Menschen zu kommunizieren,,, egal ob jung oder alt. Meine anderen Interessen gehören der Natur, dem Garten, dem Fotografieren und natürlich meiner lieben Familie ( Ehemann, erwachsene Kinder und Enkel), die oft den Kopf schüttelt über meine geistige Abwesenheit ;-) , aber es sehr lieb toleriert. Über jeden Kommentar von meinen Lesern freue ich mich und er wird natürlich beantwortet,,,,

Impressum: Bitte nach unten scrollen !

Freitag, 20. Oktober 2017

*Freitagsfüller*

Guten morgen!
 Es ist wieder Freitag und Zeit für den Lückenfüller von Barbara. Ich bin auch wieder da und habe meine Blogpause beenden können,,,,

1.  Die Nachrichten berühren mich oft gar nicht mehr SO WIE FRÜHER , da ich in meiner kleinen Welt nur einen geringen Einfluss auf diese DINGE  habe . Ich kümmere mich daher lieber um mein persönliches Umfeld und meine BÜCHER.
2.  Schon wieder  kalte Füße? Auf den kommenden Herbst- und Weihnachtsmärkten gibt es sicher wieder herrlich bunte und warme Socken zu kaufen.
3.  Herbstferien gehen doch wie alle Ferien zu schnell vorbei. 
4.  Abgetragene Kleidung müsste ich mal wieder aussortieren.
5. Mal so ganz unter uns gesagt, habt ihr auch so viele neue Bücher zum Lesen und Rezensieren liegen?  
6.  Diese Woche habe ich ein ganz gutes Lesepensum  geschafft.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend mit Musik und Büchern, morgen habe ich geplant, eine Freundin auf einen Café in der Stadt zu treffen und Sonntag möchte ich den herbstlichen Wald geniessen - wie so oft und immer wieder gerne!


Mittwoch, 18. Oktober 2017

*Das Haus der Granatäpfel* von Lydia Conradi, erschienen im Pendo Verlag


Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :02.10.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 02.10.2017
  • Verlag : Pendo Verlag
  • ISBN: 9783866124257
  • Fester Einband 672 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Infos zur Autorin: Lydia Conradi

Rezension


INHALT/Klappentext:
Wenn eine Epoche endet, muss die Liebe einen neuen Anfang wagen.


Smyrna, 1912: Das Paradies – so nennen viele die Metropole am Ägäischen Meer, die inmitten von Krisen wirkt wie ein weltvergessenes Idyll. In die Stadt, in der Menschen aus aller Herren Länder seit jeher in Eintracht leben, kommt die Berlinerin Klara, um mit Peter, dem Sohn eines Kaufhausmagnaten, eine Zweckehe einzugehen. Doch er kann die lebenshungrige junge Frau nicht glücklich machen, und Klara verliert ihr Herz an den Arzt Sevan. Aber auch er ist gebunden, und als der Erste Weltkrieg ausbricht, beschließen beide, trotz ihrer Liebe füreinander ihre Partner nicht im Stich zu lassen. Für eine Weile erweist sich das Paradies wahrhaftig noch als Oase im Grauen, doch dann entbrennt ein schicksalhafter Kampf um die Stadt. Und plötzlich muss Klara eine Entscheidung fällen, die über Menschenkraft hinausgeht, um etwas von Smyrnas Geist und ihrer Liebe zu Sevan zu bewahren …

MEINE MEINUNG:
Ich habe diesen Roman absolut nicht nur als eine Liebesgeschichte zwischen der deutschen Kaufmannstocher Klara, Peter und Sevan wahrgenommen, sondern eher als ein  atmosphärisch dichtes, historisches Zeitzeugnis der Geschichte des Osmanischen Reiches in der Zeit von 1912 -1922, der heutigen Türkei. Die  Charaktere und Lebensgeschichten der vielen mitspielenden Protagonisten konnten mich zum Glück nicht zu sehr verwirren, da sie im Buchdeckel auf beeindruckende Weise von der Autorin in kurzen Stichworten beschrieben worden sind. Auch das sehr ausführliche Glossar über türkische, griechische und armenische Ausdrücke und Begriflichkeiten  hat mir sehr geholfen. Sonst wäre ich teilweise hilflos in diese Seiten hineingestolpert und hätte beim Lesen den berühmten roten Faden verloren. Es war nicht immer einfach, das Denken und  Geschehen der einzelnen Personen  den verschiedenen  Volksgruppen wie Türken, Griechen, Armenier, Italiener, Franzosen zuzuordnen. Das heutige Izmir/Smyrna  war wohl damals  (das wird immer wieder von der Autorin überzeugend geschildert) ein Schmelztiegel dieser verschiedenen Nationen, die dort in Frieden und Harmonie nebeneinander existiert haben sollen. War das wirklich so? Ich möchte es gerne glauben, doch es fällt mir schwer. Die Autorin hat mit ihrem flüssigen,fesselndem Schreibstil und mit der Rahmenhandlung einer Liebesgeschichte einen guten Reigen orientalischer, fast märchenhafter Lebensweise verschiedener Familien und Volksgruppen aufgezeigt. Doch die Schatten der Geschichte mit dem Beginn der Balkankriege und des 1. Weltkrieges beginnen sich abzuzeichnen. Die Unruhe zwischen den vielen Volksgruppen wird von Lydia Conradi (Charlotte Lyne) eindringlich durch eine sicher sehr sorgfältige, historische Recherche geschildert.
Die Liebe zwischen Peter und der gebürtigen Berlinerin Klara steht unter einem unglücklichen Stern und schwierigen Umständen. Mit der naiven Protagonistin Klara bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Ihr unreifes, merkwürdiges Verhalten  in Punkto Liebhaberauswahl spricht nicht für sie als Sympathieträgerin.  Auch ihre aufkommende Liebe zu dem sanften, armenischem  Arzt Sevan kann ich nicht wirklich ernst nehmen und verinnerlichen. Teilweise hat sich der Roman in viele Zwischengeschichten  der weitverzweigten Familien verloren, was mir nicht so gut gefallen hat. Das Buch  öfter weglegen - und nach einiger Zeit weiterlesen - hat bei 672  Seiten und diesem geschichtlich kompliziertem Thema nicht gut funktioniert! 

Trotzdem ist es ein faszinierender, fesselnder Roman, der mich aber leider nicht so begeistert hat wie die anderen Bücher der Autorin Charlotte Lyne.

Meine Bewertung : VIER **** Sterne für dieses tolle Zeitzeugnis! 

 Info-Links : Osmanisches ReichSmyrna / heute Izmir


Danke an die Autorin und den Pendo Verlag bei Piper für das schöne Buch.




Dienstag, 17. Oktober 2017

*Die Seefahrerin* von Catherine Poulain, erschienen bei btb

Buchinfos:


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :25.09.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 25.09.2017
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442757398
  • Fester Einband 456 Seiten
  • Sprache: Deutsch

REZENSION

Catherine Poulain, in Frankreich geboren, hat zehn Jahre auf den Meeren Alaskas verbracht. Zuvor hat sie unter anderem in einer Fischkonservenfabrik in Island, in einer Werft in den USA und als Barkeeperin in Hongkong gearbeitet. Die Seefahrerin ist ihr erster Roman, für den sie 2016 für den Prix Concourt du Premier Roman nominiert und vielfach ausgezeichnet wurde. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Hund und ihren Schafen als Hirtin in den Weinbergen Südfrankreichs.

INHALT/Klappentext : Lili ist frei. Sie hat ihr Leben hinter sich gelassen. Vor der Westküste Alaskas fährt sie als einzige Frau mit einer Fischfangbesatzung über den Ozean. Sie ist dem eiskaltem Wind des Meers ausgesetzt, spürt das Salz auf der Haut, schuftet, schläft an Deck des Schiffes, geht an ihre Grenzen – und wird Teil der rauen Welt der hartgesottenen Matrosen. Doch einer unter ihnen ist anders als alle anderen: Lili und Jude ziehen sich magisch an, ihre Beziehung ist fast zerstörerisch. Als er sie bittet, mit ihm fortzugehen, muss Lili sich entscheiden zwischen der grenzenlosen Freiheit der Meere und der vielleicht größten Liebe ihres Lebens.

MEINE MEINUNG:
Das ist die Geschichte eines jungen Mädchens mit französischen Wurzeln, welches sich nicht nach üblichen, weiblichen Massstäben und den  Erwartungen der Gesellschaft an sie verhält. Als Leser erfährt man sehr wenig über Lili’s Vergangenheit, nur dass sie alles und jeden verlassen hat, was sie mit ihrem Heimatland Frankreich verbunden hat. Wir begleiten im Buch den Selbstfindungs-Proßess der jungen Lili, die einen unbändigen Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit auslebt und sich mutig und ohne Zögern in der Gefahr des Todes und im Kampf mit den Elementen auf hoher See beim Fischfang aufhält. Ja, sie legt es sogar darauf an, Schmerz und Angst zu empfinden. Nur dadurch fühlt sie sich lebendig und glücklich und es erinnert mich ein wenig an junge Mädchen, die selbstverletzendes Verhalten an sich ausführen. 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr anschaulich und die Sätze sind sehr aussagekräftig. Nur die fachliche Terminologie der Seeleute und ihres Handwerks auf dem Schiff hat mir manchmal Schwierigkeiten beim Verständnis bereitet. Das Glossar hätte für mich ruhig ausführlicher sein können. 
 Das Buch liest sich atemlos, flüssig, aufregend. Man lebt in Gedanken inmitten dieser Männerwelt, leidet mit der Protagonistin Lilli.  Der Leser freut sich für Lilli über jede kleine Anerkennung, die sie von den Fischern erhält. Ich habe mich oft gefragt, woher dieser obsessive Drang der jungen Lilli nach Kämpfen mit den Elementen Wasser, Wind und rauhen Männer-Charakteren kommt. Dieses Verlangen nach Freiheit, haben wir, damit meine ich Frauen und Männer, dieses alles auch in uns? Ist er verschüttet worden durch unsere Bequemlichkeit im sogenannten *zivilisiertem Leben*? Viele Lesepassagen sind ekelhaft, abstossend, erniedrigend. Das Töten der Kreatur Fisch auf einem Kutter, Boot, wird genauestens beschrieben. Diese Szenen haben sich leider eindrucksvoll in meinem Kopf festgesetzt. Das ist allerdings der einzige Punkt, auf den ich gern beim Lesen verzichtet hätte.Das lässt sich aber nun nicht mehr ändern oder verdrängen. Das Buch ist keine Lektüre für zartbesaitete Menschen, sondern eher handfeste Realität zwischen Meer, Reedern, Profit und dem Überlebenskampf von Fischern mit ihren massiven Alkoholproblemen. Ich glaube, dass dieses Buch  einige autobiografische Züge der Autorin ganz offen zeigt und sie mit dem Schreiben einen wichtigen Teil ihres Lebens verarbeitet hat. Das ist allerdings eine ganz persönliche Vermutung von mir und stützt sich nur auf einige Sätze in der Vita der Autorin und mein Bauchgefühl. 
Die leise Liebesgeschichte zwischen Jude und Lilli schiebt sich nur zögerlich in den Kopf, nimmt dann aber im zweiten Teil des Buches mit dem Titel * Der Grosse Seemann* Fahrt auf. Der erste Abschnitt des Buches nennt sich * Das Herz Des Heilbutts* und  diese Fischherzen spielen eine winzige Neben-Rolle im Buch, die bei mir kleine, unkontrollierbare Gefühle des Erschreckens ausgelöst haben. 

Zitat Seite 269: „Ich bin nicht so eine, die den Männern hinterherrennt,will ich damit sagen, Männer sind mir scheissegal, aber meine Freiheit brauche ich, sonst haue ich ab. Ich haue sowieso ab. Ich kann es nicht ändern. Es macht mich ganz wahnsinnig , wenn man mich zwingt, irgendwo zu bleiben, in einem Bett, einem Haus, dann werde ich zu einem schlechten Menschen. Unerträglich. Ein Heimchen am Herd zu sein ist nichts für mich. Ich will, dass man mich ziehen lässt.“

Meine Bewertung: Ein interessantes, grossartiges Buch, dem ich unbedingt FÜNF ***** STERNE geben möchte. 



Herzlichen Dank an die Autorin und das Bloggerportal  von der Randomhouse Group für das Leseexemplar!



*Kind ohne Namen* von Christoph Poschenrieder, erschienen im Diogenes Verlag

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :27.09.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 27.09.2017
  • Verlag : Diogenes
  • ISBN: 9783257070002
  • Fester Einband
  • Sprache: Deutsch
Infos zum Autor : Christoph Poschenrieder


REZENSION

INHALT: Xenia kehrt dem Stadtleben den Rücken und zieht wieder nach Hause zu ihrer Mutter in ein kleines, abgelegenes, etwas hinterwäldlerisch anmutendes Dorf. Die junge Frau ist schwanger, behält das aber für sich. Es gibt in diesem Ort  kein Internet und der Handy-Empfang begrenzt sich auf einen Hügel mitten im Wald. Als der Ort ein Dutzend fremder Migranten aufnehmen muss, gerät die Bevölkerung in Unruhe. Nur Xenia’s Mutter empfängt die Flüchtlinge mit Wohlwollen und Freundlichkeit, sorgt mit Umsicht für die äusseren Umstände. Der heimliche Herrscher des Dorfes, der Burgherr im grünen Gewand, mit wippender Hahnenfeder am Hut, verfolgt allerdings eigene Pläne mit der Ankunft der Leute und richtet Gebäude her.  Er ist auch Mittelpunkt und  Anführer einer sogenannten Wehrsportgruppe, der auch Xenia’s Bruder Joseph angehört. Die Beziehung des Burgberg zu Xenia’s Mutter und den Kindern ist recht eng. Er muss täglich einen Durchgang durch die Scheune der Familie zu seiner Burg benutzen. Xenia hat diesen Weg auch oft benutzt, da sie sich aus der Bibliothek des Burgherrn Bücher ausleihen durfte.

MEINE MEINUNG: 
Dieses Buch ist eine kleine  Metapher und lehnt sich sehr an die Ereignisse in der  Novelle von Jeremias Gotthelf aus dem Jahr 1842 an. Ich hatte mich schon beim Lesen über die verschiedenen Geschehnisse und Ereignisse gewundert, die so gar nicht in unsere moderne Welt passen - und die  sich dann doch wieder in der Gegenwart  spiegeln und unser heutiges Land erkennen lassen.
Der Schreibstil des Autoren ist total anregend, flapsig, witzig, eher frech und er nimmt kein Blatt vor den Mund. Ich habe mich nie gelangweilt und oft  meine/unsere lieben Mitmenschen mit all ihren Vorlieben,  Liebenswürdigkeiten, kleinen Fehlern, ihrem Hochmut und Egoismus wiedererkannt. Davon möchte ich mich auch nicht ausschliessen. Das Buch und seine Menschen, die ganze Geschichte wirken fremdartig und doch vertraut auf den Leser. 
Christoph Poschenrieder hat mit diesem Roman eine sehr eindringliche, aktuelle  Gesellschaftsbeschreibung in Bezug auf das Thema *Flüchtlinge im fremden Land*  auf das Papier gebracht und wer keine Angst vor der Ehrlichkeit seiner Ausführungen hat, wird das geniessen können.

Meine Bewertung : FÜNF ***** STERNE für dieses interessante und ehrliche Buch. 

Herzlichen Dank an den Autor und den Diogenes Verlag für das Leseexemplar!

Danke an Michaela für die Bereitstellung des Burgenbildes!
   



Samstag, 7. Oktober 2017

*Blogpause*

Liebe Leser , bis zum 31.10.17 gibt es hier eine Blogpause.


Mittwoch, 4. Oktober 2017

*Kind ohne Namen* von Christoph Poschenrieder erschienen im Diogenes Verlag


Dieses Buch hat mich sehr gefesselt und aus der Seele gesprochen. Meine Rezension erfolgt aus privaten Gründen etwas später!
Unter folgendem Link könnt ihr euch vorab über das Buch informieren


Dienstag, 3. Oktober 2017

*Gemeinsam Lesen*


Eine Aktion von Schlunzenbücher

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese wieder zwei Bücher,  wobei ich mit dem *Haus der Granatäpfel* nicht recht vorankomme. 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Granatäpfel: Seite 146 " Frag mich noch einmal, was ich möchte, und ich schreie!
Kinde ohne Namen: Seite 64 " Sie will ihn zurückhaben, aber sie weiss nicht, wie sie es anstellen soll.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

 Mit den *Granatäpfeln* komme ich nicht gut weiter. Mein Lesefluss wird immer wieder durch zu viele Personen und Ausdrücke aus dem Glossar etwas gestoppt. Ausserdem merke ich nun , dass mich die Zeit und das Thema nicht übermässig interessieren. Schade, denn Charlotte Lyne, hier einer ihrer vielen anderen  Namen *Lydia Conradi*, hat mich bisher immer begeistert mit ihren Romanen. Das mag ich übrigens überhaupt nicht, wenn Autoren laufend  unter anderem Namen ihre Bücher veröffentlichen. 

Das Buch von Christoph Poschenrieder gefällt mir sehr gut , wegen seiner frechen Schreib- und Ausdrucksweise. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und gibt die Atmosphäre dieses fiktiven Dorfes super gut weiter. Und seine Beschreibungen einiger Charakter und deren Handlungsweisen passen wie die berühmte * Faust auf Auge*. 

4. Wie steht ihr Selfpublishern gegenüber? Lest ihr selbst aufgelegte Bücher?(Frank)

Ich habe bisher viele negative Erfahrungen mit Selfpublishern gemacht. Irgendetwas hat mich immer sehr gestört. Entweder waren es der Schreibstil des Autoren, das Thema der Geschichte an sich oder sogar zu viele Rechtschreibfehler , wobei dieses ja ein kleines Übel ist, welches ich gerne verzeihe. Ich bin es müde geworden, die berühmte *Nadel im Heuhaufen* zu suchen. Das können die Lektoren der Verlage sicher besser und professioneller.

Samstag, 30. September 2017

*I'LL PUSH YOU, von Patrick Gray und Justin Skeesuck, erschienen im Benevento Verlag



Buchinfos:
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :24.08.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 24.08.2017
  • Verlag : Benevento
  • ISBN: 9783710900280
  • Fester Einband 332 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Rezension


INHALT: Justin Skeesuck und Patrick Gray sind seit Kindertagen allerbeste Freunde und haben auch nach Studium , Ausbildung, Familiengründung und räumlicher Distanz ihrer jeweiligen Lebensmitte nie den Kontakt zueinander verloren. Ihre Freundschaft hat unerschütterlich allen Stürmen des Lebens standgehalten und als Justin von einer schweren, unbekannten Krankheit getroffen wird, gelähmt im Rollstuhl sitzt , auf jede Art von Hilfe angewiesen ist, wird die enge Verbundenheit der beiden Freunde, ihrer Familien und Kinder zueinander nur noch fester, intensiver und sehr liebevoll.  
Justin möchte trotz seiner Behinderung als Pilger den Jakobsweg in Spanien erleben und sein Freund Patrick antwortet ganz einfach mit grösster Selbstverständlichkeit:
                                             “Ich schieb Dich“ .

Patrick, Zitat Seite 195: Ich schiebe meinen besten Freund achthundert Kilometer in einem Rollstuhl durch Spanien, treffe überall unter Fremden auf hilfsbereite Menschen und offene Herzen und bin umgeben von Gottes wunderbarer Schöpfung.
Sabbat.


MEINE MEINUNG:
Diese unglaubliche Geschichte liest sich wie ein Wunder, aber es ist eine wahre Geschichte, kein fiktiver Roman. *Das Unmögliche wird möglich*, so der Ausspruch eines Basken , den die beiden Freunde auf  dem CAMINO DE SANTIAGO, der Reise ihres Lebens treffen. Mit dem Rollstuhl 800 Kilometer diesen Weg über *Stock und Stein* um wahrsten Sinn des Wortes zurückzulegen , begleitet von Freunden und gestützt durch unerwartete Hilfe von fremden Pilgern muss eine schöne , wunderbare  Erfahrung gewesen sein, die das Innere jedes Menschen in ihren Tiefen erschüttert.  
Dieser Tatsachenbericht liest sich unglaublich spannend und abwechslungsreich. Justin und Patrick erzählen jeweils kapitelweise aus ihrer persönlichen Sichtweise  von ihrem Empfinden und Erleben dieser sehr anstrengenden Reise und ihrem früheren Leben. Durch Rückblicke und Erklärungen in ihren Ausführungen lernt man als Leser beide Jungen -  und später die erwachsenen Männer und auch ihre Familien sehr gut kennen - und entwickelt als Leser sehr viel Sympathie für diese aussergewöhnlichen Menschen und ihre  Beziehungen zueinander. 
Der sehr gute und ansprechende  Schreibstil hat mich in diese besondere Atmosphäre eines Pilgerweges schnell gefangen und eine stimmige Atmosphäre vermittelt. Ich habe mitgelitten bei den körperlichen Schmerzen der Wanderer, gezittert, habe Ängste ausgestanden und sogar beim Lesen Tränen vergossen vor Rührung, Freude und Ergriffenheit. 
Was suchen Menschen auf einem Pilgerweg und was erwartet sie dort? 
Dieses Buch hat einige klare Antworten gegeben auf diese Fragen.
Sie finden Liebe und Freude am mitmenschlichem Erleben, christliche Tugenden wie Hilfsbereitschaft, Hilfe annehmen lernen in Warmherzigkeit, Verständnis für andere Menschen und ihre Lebensgeschichten und Lebenskrisen, sowie innere Läuterung und das Überdenken ihres eigenen  bisherigen Lebenslaufes.
Christliche und menschliche Eigenschaften werden gelebt und nicht in einem Gebäude, wie in einer Kirche, nur mündlich zelebriert.
Diese Wanderung und spirituelle Erfahrung hat alle Teilnehmer,  (auch die Leser mit Sicherheit ), verändert . Patrick überdenkt zum Beispiel sein Verhalten der Familie gegenüber und stellt sich die innere Frage. „ Möchte ich *nur* ein finanzieller und materieller Versorger meiner Lieben sein ? „ Oder möchte ich als liebender Ehemann und Vater das Aufwachsen meiner Kinder mit ethischen Wertvorstellungen begleiten ?“ 
So hat jeder Teilnehmer dieser Tour sicher ganz persönliche Erfahrungen machen können, denn jeder Mensch geht ja mit einer eigenen Fragestellung seines Lebens  auf diese Odyssee. 

Diese aussergewöhnliche Begebenheit  wurde auch  von einem mitwanderndem  Kamerateam in Bildern festgehalten, die man auf Youtube unter dem Buch-Titel und einer Homepage  (siehe oben der Link) anschauen kann.

Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für ein grossartiges Buch!

Mein Dank geht an die beiden  Autoren und den Benevento Publishing Verlag , eine Marke der Red Bull Media House GmbH , Wals bei Salzburg für das sehr interessante Leseexemplar. 




Freitag, 29. September 2017

*Freitagsfüller*


Eine Aktion zum Text ergänzen von Barbara

1.  Ich bin stolz,  auf viele Aktionen , die von Menschen in Ehrenämtern und Vereinen erbracht werden!
2.  Der deutsche Bundestag ist definitiv nicht der richtige Platz für Rassismus und Verachtung unseres Grundgesetzes und der Menschenrechte!
3.  Um den Hals trage ich gern eine silberne Halskette, die ich geschenkt bekommen habe.

4.  Die Medien berichten oft  mit zuviel Drama.
5.  Gestern abend war ich sehr müde, da wir einen langen, aber schönen Tag in meiner alten Heimat erlebt haben.

6.  Ich mag alle Herbstblumen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Beendigung meines aktuellen Buches , morgen habe ich geplant, eine Rezension dazu zu erstellen und Sonntag möchte ich eine schöne Herbstwanderung machen, wenn das Wetter nicht allzu garstig wird !


Mittwoch, 27. September 2017

*Das Päckchen* von Franz Hohler, erschienen im Luchterhand Verlag

Buchinfos
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :11.09.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 11.09.2017
  • Verlag : Luchterhand
  • ISBN: 9783630875590
  • Fester Einband 250 Seiten
  • Sprache: Deutsch
Autor : Franz Hohler

Franz Hohler im Luchterhand Verlag


Rezension

INHALT: 
Ernst , ein biederer und ruhiger Zürcher Bibliothekar , seit vielen Jahren glücklich verheiratet mit Jaqueline, bekommt einen mysteriösen Telefonanruf von einer alten, halbblinden Frau namens Adele Schaefer. Die alte Dame besteht eigensinnig darauf, dass Ernst sich ein Päckchen  bei ihr zuhause  abholen soll. Ernst ist sehr verwundert, geht aber aus Neugier und einem unerklärlichem Bauch- Gefühl darauf ein und besucht Frau Schaefer, um der Sache auf den Grund zu gehen.Was ist mit diesem Päckchen? Diese Frage lässt Ernst Stricker nicht los und er ermittelt heimlich. Er findet heraus, dass im Päckchen eine sehr alte Handschrift eines lateinisch-althochdeutschen Wörterbuches liegt. Ernst erkennt es als Fachmann und staunt über ein Exemplar des Abrogans
So nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die der Bibliothekar Ernst Stricker nicht mehr aufhalten oder steuern kann,,,,,

MEINE MEINUNG:
Schon beim Lesen der ersten Seiten bekomme ich das bekannte Gefühl des Wiedererkennens vom Schreibstil des Autoren Franz Hohler. Sehr flüssig und angenehm zu lesen , bedächtig, ruhig und  unaufgeregt entfaltet der Autor eine spannende Geschichte. Der ruhige Bibliothekar Ernst entwickelt Spürsinn und Methoden , die nur einem Detektiv zustehen sollten.  Der Autor beschreibt wunderbar das Schweizer Alltagsleben in Bern und Zürich. Er nimmt den Leser mit auf interessante Plätze, Strassen und zu vielen bekannten Sehenswürdigkeiten. Als Leser fühlt man sich toll begleitet,  ähnlich wie auf einem Stadtrundgang. 

Plötzlich befinden wir uns im Jahr 772 im Kloster Weltenburg bei Regensburg und treffen dort auf den begabten Schreiber und Mönch Haimo und seine geheime Freundin Maria. Der Roman wird nun in zwei Zeitebenen und Handlungssträngen spannend immer enger zusammengeführt. 
Die Atmosphäre und das Handeln der Klöster und Äbte im Mittelalter werden ausführlich und sehr stimmig beschrieben. Lateinische Worte und Redewendungen werden so geschickt vom Autor eingebaut und erklärt, dass auch Nicht-Lateiner Sinn und Inhalt verstehen können. 
Aber auch die Ermittlungen von Ernst gestalten sich als eine überraschenden Folge von Aktivitäten, nach der alten Lebensweisheit * Eine Lüge führt unweigerlich zur nächsten Lüge,,,*. 
Ein mystisches Ereignis auf einer Bergtour, die Ernst auch wieder heimlich und nur auf sich gestellt ausführt, entgegen seiner Gewohnheit und Überzeugung nie allein auf den Berg zu gehen, bringt neue Erkenntnisse über die Herkunft und den Weg des *Abrogans* über die Jahrhunderte hinweg. 
Auch die geruhsame Zweisamkeit des Lebens von Ernst und Jaqueline erfahren eine überraschende Wende durch die Nachforschungen über die Herkunft des geheimnisvollen *Abrogans*,,,,,

Vielen Dank an den Autor Franz Hohler für diesen fesselnden Ausflug in das Mittelalter und die schöne, heutige Schweiz!
Danke auch an den Luchterhand Verlag für dieses wertvolle Rezensionsexemplar!

Meine Bewertung: FÜNF *****STERNE für ein grossartiges Buch.








    Dienstag, 26. September 2017

    *Der Herzschlag deiner Worte* von Susanna Ernst , erschienen im Knaur Verlag

    Buchinfos:
    • Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.09.2017
    • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2017
    • Verlag : Knaur Taschenbuch
    • ISBN: 9783426521236
    • Flexibler Einband 400 Seiten
    • Sprache: Deutsch

    Autorin Susanna Ernst

    Rezension

    INHALT/Klappentext:

    Susanna Ernsts „Der Herzschlag deiner Worte“ ist ein moderner Liebesroman über schicksalhafte Begegnungen, die das Leben verändern. Wie ihre bereits erschienenen Erfolgsromane „So wie die Hoffnung lebt“ und „Deine Seele in mir“ ist auch ihr neuer Roman wieder wunderbar gefühlvoll geschrieben.

    Als der junge Musiker Alex vom plötzlichen Tod seines Vaters erfährt, wirft ihn das aus der Bahn. Auf der Beerdigung begegnet er seiner Patentante Jane zum ersten Mal und ist tief beeindruckt von der scheinbar unbekümmerten Lebensfreude der schwer erkrankten und an den Rollstuhl gefesselten Frau. Jane ist es, die Alex plötzlich neue Wege eröffnet. So führt sie ihn geradewegs in die Arme der temperamentvollen Jung-Autorin Maila, in die sich Alex Hals über Kopf verliebt.
    Doch warum lässt Maila weder in ihren Geschichten noch im eigenen Leben ein Happy End zu? Und wieso wird Alex das Gefühl nicht los, dass Jane etwas verheimlicht? Und was hat all das mit seinem verstorbenen Vater zu tun?
    Erst als sich Alex auf die Spuren alles Unausgesprochenen begibt, gelingt es ihm, zu erkennen, wie die unterschiedlichen Geheimnisse derer, die er liebt, miteinander verwoben sind. Kann er Maila mit diesem Hintergrundwissen davon überzeugen, dass doch noch alles gut wird?

    Erfolgsautorin Susanna Ernst widmet sich in ihrem neuen Roman „Der Herzschlag deiner Worte“ wieder den ganz großen Themen – Liebe, Hoffnung, Trauer, Verlust des Vaters, Familie und Freundschaft – und begeistert mit wunderbar authentischen und warmherzig gezeichneten Figuren.

    MEINE MEINUNG:
    Ein Liebes-Roman, der diesen Namen völlig verdient. Denn liebevoll und voller Leben hat Susanna Ernst die Schilderungen der fünf Hauptcharaktere und einiger Nebencharakterbeschreibungen  mit Gefühl, Lebensweisheit und ganz viel Warmherzigkeit ausgefüllt. Zärtlich und hingebungsvoll entwickelt sich die Liebe von Alex zu Maila. Eine reine, starke Vaterliebe verkörpert die Beziehung von Vince zu Alex und/oder von Alex zu seiner reizenden Tochter Leni, die er total vergöttert. Dieses kleine, drollige rote Lockenköpfchen hat mein Herz sofort erobert. Der flüssige und sehr angenehme Schreibstil der Autorin führt uns zur ernsten Jane und deren Studienfreundin Vivian, die eine Sandkastenliebe von Vince ist.  Auch Cassie und Ned begegnen dem Leser voll authentisch und lebensnah. Ich kann nicht sagen, wie Susanna Ernst es schafft  den Leser in ihre ehrlichen Schicksals-und Lebensgeschichten zu ziehen, welches Zaubermittel sie dem Leser heimlich verabreicht. Auf jeden Fall habe ich lange, lange keine so beeindruckende Story von Menschen in einem Roman des Genre *Liebesroman* erlesen. 
    Es ist mein zweites Buch von ihr, welches ich genossen habe und es hat mich ähnlich begeistert wie *Deine Seele in mir* von dieser begabten, jungen Autorin, mit  ihrem Herz-erfrischenden Schreibstil und ihren lebensecht und gefühlvoll beschriebenen Protagonisten.

    Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für ein grossartiges Buch im Genre *Liebesroman*.

    Herzlichen Dank liebe Susanna Ernst für die tolle Geschichte. Danke auch an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar!



    Montag, 25. September 2017

    *Montagsfrage*


    Eine Aktion von buch-fresserchen !

    Montagsfrage: Habt ihr bestimmte Angewohnheiten beim Lesen?


    Jaaa , ich habe eine ganz schlimme Angewohnheit ! Ich blättere oft in einem neuen Buch von hinten durch und studiere die ein oder andere Seite.
    Ausserdem lese ich IMMER mehrere Bücher gleichzeitig und entscheide mich oft erst nach 50 Seiten , welches Buch ich nun endgültig weiterlesen möchte. Dann bleibe ich aber streng bei diesem Buch, dieser Geschichte.
    Und ich kreuze besondere  Lieblingsstellen gerne an - oder mache ein klitzekleines Eselsohr in die Seite. Natürlich nur, wenn das Buch mir gehört.
     
    Das Buch aufgeschlagen, umgedreht irgendwo ablegen ist auch noch so ein Tick, wobei ich den schon besser im Griff habe und mit meinem Lieblings- Lesezeichen (ein Lederbändchen mit Holzkugeln verziert, gebastelt vor vielen Jahren von meinen Kindern)  oder Post-Karten umgehe,,,,,

    Einen guten Wochenstart wünsche ich!

    Freitag, 22. September 2017

    *Freitagsfüller*

    Eine Aktion zum Ausfüllen eines Textes von Barbara, der heute etwas später kommt, da ich viele andere Dinge zu erledigen hatte,,,,

    1. Wenn ich heute  Abend müde bin, weiss ich genau warum .
    2.  Das Erwachsenwerden  und Wachsen der Enkelkinder geht  immer weiter.
    3.  Ich muss daran denken, wie sich meine eigenen Kinder benommen haben, als sie klein waren 
    4. Grüne Bohnen, Kartoffeln und Frikadellen gibt es heute zum Abendessen.
    5. Meine letzte Mail begann mit den Worten : Hallo liebe ,,,, .
    6. Hoffentlich können die Kleinen heute Abend gut einschlafen.
    7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf gute Gespräche mit der Familie  , morgen habe ich geplant,  einen Geburtstagsbesuch zu machen und Sonntag möchte ich wie so oft in den Tag hinein leb(s)en !





    Mittwoch, 20. September 2017

    *Die Oleanderschwestern*, von Cristina Caboni, erschienen im Blanvalet Verlag

    Buchinfos:
    • Erscheinungsdatum Erstausgabe :21.08.2017
    • Aktuelle Ausgabe : 21.08.2017
    • Verlag : Blanvalet
    • ISBN: 9783734105098
    • Flexibler Einband 400 Seiten
    • Sprache: Deutsch
    Autorin: Cristina Caboni

    Rezension

    INHALT: Diese schöne Familienerzählung der Familie Donati spielt hauptsächlich in der Toscana, Amsterdam und in London. Iris Donati, eine junge Frau schreibt für eine Gartenzeitschrift und hat  durch ihre Reisen mit mit ihrem Vater Francesco Donati schon viel von der Welt gesehen, ist nun aber hauptsächlich in Amsterdam ansässig.
    Viola Donati lebt mit ihrer Mutter Claudia in London und arbeitet dort praktisch im Blumenladen der Mutter und in Gartenanlagen.
    Zufällig begegnen sich die beiden jungen Frauen Iris und Viola in London und sind sehr erschrocken über ihre äusserliche Ähnlichkeit. Sie gleichen einander wie ein Ei dem anderen. Es stellt sich heraus ,dass sie Zwillinge sind und in jungen Jahren von den Eltern Claudia und Francesco getrennt worden sind….

    MEINE MEINUNG:
    Im ersten Moment, beim Lesen des Klappentextes habe ich sofort an *Das doppelte Lottchen* von Erich Kästner denken müssen und mich auf eine nette Verwechslungsgeschichte gefreut. Diese Vorahnung hat sich dann auch teilweise bewahrheitet. Die Autorin hat mich durch ihren bildhaften,verständlichen und schlichten Schreibstil schnell in ihre Geschichte geführt und ich habe mich am Beginn sehr wohl gefühlt beim Lesen. Die stimmigen und herrlichen Beschreibungen von Landschaft, Gärten, Blumen und Gartenliebhaber/rinnen fanden meine Bewunderung.
    Besonders gut haben mir ihre manchmal sogar etwas esoterischen Ausführungen am Anfang eines jeden Kapitel zu jeweils unterschiedlichen Pflanzen gefallen. Dass die beiden jungen  Zwillinge  ihrer Herkunft auf den Grund gehen wollten, war nur verständlich und das Treffen in der Toscana mit den Eltern,  der Grossmutter, Verwandten und Bekannten hat Licht und Verständnis in ihre Charakterentwicklung und ihr Leben und Schicksal für den Leser gebracht. Ein wenig unverständlich war das merkwürdige und schräge Verhalten der Grossmutter, die als eine der Protagonisten nicht unbedingt meine Sympathie bekommen hat, dafür aber Bianca Donati umso mehr, deren  geheimnisvolle Persönlichkeit in Extra-Beiträgen  beschrieben wurde.

    Die  psychische Annäherung von Viola und Iris wurde mir mit zuviel Längen im Buch dargestellt und ich fand die beiden jungen Frauen vom Charakter nicht super sympathisch und konnte mich mit ihnen und ihren Handlungen nur teilweise identifizieren. Ich habe mich manchmal ein wenig gelangweilt beim Lesen und gehofft, dass die Autorin nun endlich zu den wichtigen Aspekten und Auflösungen dieser Familien-Geschichte kommt, die man als Leser ja schon lange ahnt. 

    Insgesamt war es aber ein tolles Buch mit kleinen Schwächen im Genre Familiengeschichte, dem ich gerne vier **** Sterne gebe.

    Herzlichen Dank an die Autorin und den Blanvalet Verlag für diese schöne Geschichte und das Rezensionsexemplar.